Elektrifizierte Mikromobilität: ZF Friedrichshafen gründet Joint Venture

06.06.2017
Für den Spätsommer kündigt ZF Friedrichshafen die ersten E-Mobility-Produktlösungen an.

Der wachsende Markt der Elektro- und Mikromobilität zieht mit ZF Friedrichshafen einen weiteren bekannten Namen aus der Reihe der Automobilzulieferer an. Der Technologiekonzern hat gemeinsam mit den Unternehmen Magura, Brake Force One (BFO) und Unicorn Energy ein Joint Venture gegründet. Damit habe man sich vorgenommen »die Elektromobilität im Segment der Mikromobilität für zwei-, drei- und vierrädrige Fahrzeuge neu zu definieren«, sagt Dr. Stefan Sommer, Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG.

Mit 48 Prozent ist ZF größter Anteilseigner des in Tübingen beheimateten Joint Ventures. Spezialgebiete der anderen Partner sind Zweiradtechnik und Service-Dienstleistungen (Magura, BrakeForceOne) sowie Batterietechnologie (Unicorn Energy). Für Kooperationen mit externen Partnern und Know-how-Trägern, die in für den ZF-Konzern interessanten Technologiefeldern aktiv sind, wurde im September 2016 die Zukunft Ventures GmbH mit Sitz in Friedrichshafen gegründet.
Ziele des Gemeinschaftsunternehmens sind Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Produkten für den wachsenden Markt der E-Mobilität. Erste Produktlösungen sollen bereits im Spätsommer präsentiert werden. Die räumliche Nähe der Projektpartner werde die Zusammenarbeit vereinfachen und die Realisierung neuer Projekte beschleunigen, ist man sich in Friedrichshafen sicher.

Gebündelte Kräfte

»Mit unseren innovativen Bremssystemen konnten wir in den vergangenen Jahrzehnten die Entwicklung des Fahrrades und speziell der Mountainbikes und E-Bikes maßgeblich prägen«, sagt Ralph Berndt, CEO von Magura. »Unsere E-Mobilitätskompetenz ist geprägt durch umfassendes Know-how und starke Partnerschaften innerhalb der Magenwirth Technologies Group. Durch das Joint Venture wollen wir die E-Mobilität zu neuen Dimensionen führen.«
»Wir bündeln unsere Kräfte und bringen sich gut ergänzende Fähigkeiten zusammen, um Produkte für den stark wachsenden Markt der Elektromobilität zu entwickeln«, erläutert BFO-CEO Frank Stollenmaier.
Weitere Technik für die E-Mobilität hat Unicorn Energy im Portfolio. »Unsere Kernkompetenzen liegen in der Entwicklung und Standardisierung von Batteriesystemen, mit Fokus auf Infrastruktur, Energiemanagement und Kommunikation. Dadurch sind unsere Produkte optimal geeignet für einen bereichsübergreifenden Einsatz mobiler und stationärer Batterieanwendungen«, erklärt Michael Preiß, CEO der Unicorn Energy. »Mit diesem Know-how wird Unicorn Energy im Joint Venture den komplexeren Anforderungen im Bereich der Elektromobilität gerecht.«
Foto: Getty Images

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