Fahrradhelme schneiden im Test meist gut ab

26.04.2017
Testsieger: Casco Active 2.

In einem Gemeinschaftstest untersuchte die Stiftung Warentest, der ADAC und der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) Fahrradhelme für erwachsene Frauen und Männer. Wichtige Testfelder waren Unfallschutz, Handhabung und Komfort. Die Tester stellten fest: Jeder zweite Helm ist gut.

Getestet wurden 15 Helme verschiedener Hersteller (Preise: 30 bis 140 Euro), 7 davon wurden mit »Gut« beurteilt. Kein Helm bekam die Note »Mangelhaft«, nur einmal wurde ein »Ausreichend« vergeben. Diesen letzten Platz belegt der einzige Falthelm im Test.
Die beiden besten Helme sind der Casco Active 2 (Note 1,7/80 Euro)) und der Pacer von Cratoni (Note 1,8/60 Euro). Sie sollen sogar sehr gut vor Kopfverletzungen schützen, komfortabel sitzen und auch viel Luft an den Kopf lassen. Auf dem dritten Platz landete das Modell Beam Mips von Lazer (Note 2,1/55 Euro), der außerdem einer der günstigsten Helme im Test war. Für befriedigend eingestufte Helme liegen die Preise zwischen 30 (Decathlon Btwin BH 500/Note 2,6) und 130 Euro (Abus in-Vizz Ascent/Note 2,6 und POC Crane Commuter/Note 3,2). Als einziger Falthelm war der Overrade Plixi (85 Euro) im Rennen, der die Tester allerdings nicht überzeugen konnte (Note 3,9). Er soll im Handumdrehen eingeklappt und in die Tasche gesteckt werden können, biete auf dem Kopf jedoch von allen getesteten Helmen am wenigsten Schutz.
Nach dem letzten Test im August 2015, bei dem schon über die Normprüfungen hinaus getestet wurde (damals konnten nur 3 von 18 Fahrradhelmen die Note »Gut« erreichen) hätten viele Hersteller vor allem beim Schläfenschutz nachgebessert. Die Helmschalen wurden an den Seiten tiefer nach unten gezogen, um Stirn und Schläfe besser zu schützen.
Die von einigen Anbietern beworbene Mips-Technologie (Bell Annex Mips/140 Euro/Note 2,5, Giro Revel Mips/70 Euro/Note 2,7 und Lazer Beam Mips/55 Euro/Note 2,1), die vor allem die Drehbewegungen beim Sturz abfangen soll, führte bei den Prüfungen nicht zwangsläufig zu einem guten Ergebnis.
Bewertet wurde von den Testern auch die Erkennbarkeit der Helme im Dunkeln. Es komme nicht auf eine helle Farbe des Helms an, sondern auf einen Reflektor, heißt es von Stiftung Warentest. Der könne bei Tageslicht sogar schwarz erscheinen wie bei Bell oder Casco. Werden sie angestrahlt, strahlten sie hell zurück.
Veröffentlicht ist der Test in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Test (ab 27.4.) und online.
www.test.de/fahrradhelme
www.adac.de
Fotos: Stiftung Warentest/Hersteller

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten