Giant 01-09/2017: Umsatz ein-, Gewinn zweistellig runter

14.11.2017
Giant-Store in der Q-Square Shopping-Mall in downtown Taipeh

Taiwans führenden Fahrradproduzent Giant Manufacturing Company Limited hat in den ersten drei Verkaufsquartalen des Geschäftsjahres 2017 einen konsolidierten Gesamtumsatz von 41,9 Milliarden TWD (1,19 Milliarden Euro) eingefahren. Verglichen mit den ersten neun Monaten des Vorjahres ist das ein Minus von 5,3 Prozent.

Sogar zweistellig musste der Gewinn vor Steuern herunterschalten. Der lag bei 2,64 Milliarden TWD (75,11 Millionen Euro, minus 22,2 Prozent). Beim Gewinn nach Steuern sieht das Ergebnis auch nicht besser aus. Der lag – verglichen mit den ersten drei Verkaufsquartalen des Vorjahres - bei 1,91 Milliarden TWD (54,35 Millionen Euro, minus 20,3 Prozent).
Dabei gibt es gerade von den europäischen und us-amerikanischen Märkten sehr erfreuliches zu berichten. Ohne genaue Zahlen zu nennen: Auf beiden Premium-Märkten hat Giant eigenen Angaben zufolge in den ersten drei Verkaufsquartalen 2017 ein zweistelliges Wachstum (in lokalen Währungen) eingefahren.
Der Schlüssel zum Erfolg ist für Giant zumindest in Europa das Thema E-Bike, das durch E-MTB noch einmal einen Schub erhalten hat (auf den der Anbieter allerdings im Vergleich relativ spät aufgesprungen ist). Die guten Verkäufe des ersten Halbjahres hätten sich im dritten Verkaufsquartal fortgesetzt. Auch in den USA – ein Markt, von dem derzeit wenig Positives zu berichten gibt – haben die Taiwaner seit Jahresbeginn ein gesundes Wachstum erzielt. Die Präsentation der neuen 2018er-Modelle von Giant and Liv im Juli würde dieses Wachstum unterstützen.
Wo es weiterhin hakelt: China. Der einstige Hoffnungsmarkt (in den Giant stark eingestiegen ist) schwächelt weiterhin. Als Grund nennen die Taiwaner sowohl die anhaltende Konjunkturschwäche als auch der gerade im Land der Mitte boomende Mietrad-System-Markt (in dem Giant allerdings auch mitmischt – das Unternehmen baut nicht nur die Modelle für sein eigenes heimisches Mietrad-System Youbike). Trotzdem werde man an der Strategie festhalten, »das mittlere und hochwertige Produktportfolio zu stärken, die Vertriebskanäle zu verbessern sowie Fahrrad-Aktivitäten und –Event zu organisieren«.

Text/Foto: Jo Beckendorff

 

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