Pedelec-Test der Stiftung Warentest: ADFC sieht Hersteller in der Pflicht

28.07.2014

Obwohl kein Elektroradmodell bei dem E-Bike-Test der Stiftung Warentest durchgefallen ist, appelliert der Radfahrerverband ADFC an die Hersteller, auch die schlechten Test-Ergebnisse ernst zu nehmen. Dabei verweist er auf einige Fälle mit Sicherheitsmängeln bei der Rahmen- und der Fahrstabilität...

»Pedelecs sind eine wunderbare Erfindung, denn sie bringen mehr Menschen aufs Rad. Nicht nur im Urlaub und in der Freizeit, sondern auch im Alltag, auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkauf», sagt ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork. »Die Branche hat ihre Hausaufgaben weitgehend gemacht. Aber: Alle Elektroräder müssen zuverlässig und sicher sein – sonst ist der schöne Boom schnell wieder vorbei. Rahmenrisse, unkontrollierbares Flattern und Reichweiten deutlich unterhalb der Herstellerangaben dürfen nicht vorkommen«.
Dem ADFC seien aus der Praxis zwar nur wenige Schadensfälle bekannt, doch er empfiehlt: »Hersteller dürfen sich bei der Bauteil- und Bremssicherheit nicht darauf beschränken, bestehende Normen zu erfüllen. Die aktuellen Mindestanforderungen sind für City- und Trekkingräder entwickelt – und damit für Pedelecs völlig unzureichend, denn sie sind deutlich schwerer als normale Fahrräder. Selbst Idealgewichtige überschreiten mit zwei, drei Packtaschen auf einem Pedelec schnell die aktuelle Prüfnorm von 100 Kilogramm. Außerdem werden Pedelecs im Durchschnitt etwas schneller gefahren. Beide Phänomene verlängern den Bremsweg.«
Daher werde die Pedelec-Norm derzeit auch überarbeitet.

 

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