Vista Outdoor sucht neuen Chef

18.07.2017
Michael Callahan

Vorletzten Montag (10. Juli) gab das börsennotierte US-Unternehmen Vista Outdoor Inc. das sofortige Ausscheiden des Vorsitzenden und CEO Mark Deyoung bekannt. Deyoung verabschiedet sich in den Ruhestand. Vista Outdoor’s Lead Independent Director Michael Callahan wurde interimistisch zum Vorsitzenden und CEO ernannt.

Laut Deyoung ist es nach einem langen Berufsleben an der Zeit, in die nächste Phase des Lebens einzutreten: »Vista Outdoor ist die reale Vision, den führende Outdoor- und Freitzeit-Anbieter der Welt zu erschaffen. Für mich war es eine bereichernde Erfahrung, dieses tolle Unternehmen zu führen und seine Entwicklung und Erfolge hautnah mitzuerleben. Ich bin stolz auf das Vista Outdoor-Team, das Markenportfolio und die Produkte und schaue positiv in die Zukunft von Vista Outdoor. Ich wünsche den Mitarbeitern des Unternehmens und seinen Kunden nur das Allerbeste.«
Sein interimistischer Nachfolger Michael Callahan bedankte sich im Namen seines Unternehmens für Deyoungs jahrelangen Einsatz. Er werde so lange die Firmenleitung unter seinen Fittichen halten bis der Firmenvorstand einen adäquaten Nachfolger gefunden habe. Dieser soll sowohl eine in- als auch externe Lösung prüfen.
Der 67-jährige Callahan hat mehr als 40 Jahre Erfahrung innerhalb der Sportbranche im Rücken. Seit Februar 2015 – damals wurde Vista von ATK ausgegliedert – ist er als Lead Independent Director bei Vista Outdoor im Einsatz.
Vista Outdoor ist nicht nur die Mutter von Trinksystem-Pionier Camelbak, sondern auch von weiteren auch der Fahrradbranche zugewandten Marken wie zum Beispiel den einstigen BRG Sports- (alias Easton Bell Sports-)Marken Bell, Blackburn und Giro oder den (Sport-)Brillenmarken Bólle und Cébé.
Im September letzten Jahres wurde Jessica Klodnicki zur Vizepräsidentin des Vista-Bereich Outdoor Recreation (Marken Camelbak und Jimmy Styks) befördert. Gleichzeitig wurde damals Greg Shapleigh zum Vize-Präsidenten des Bereichs Sport Protection (Marken Bell Helmets, Bell Powersports, Blackburn, Bólle, Cébé, Giro, Krash, Raskullz und Serengeti) befördert.
Insgesamt scheinen die erwünschten Synergien nach erfolgten Übernahmen allerdings noch nicht zu greifen. Folge: Der Börsenkurs hat innerhalb eines Jahres ein Minus von 55,3 Prozent schlucken müssen. Innerhalb der letzten drei Monate erfolgte allerdings mit einem Kursplus von 17,5 Prozent eine leichte Erholung.

Text: Jo Beckendorff, Foto: Vista Outdoor

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