Bahn-Tochter übernimmt Call-a-Bike

30.06.2001

Das sich in Insolvenz befindliche Münchener Mobilitätskonzept des Jungunternehmers Christian Hogl wird weitermachen. Schon ab September sollen die "Mieträder für Jedermann" wieder losrollen.

Dann jedoch nicht mehr organe-silberfarben, sondern im roten Gewand der Deutschen Bahn. Hintergrund: DBRent, eine Tochter der Deutschen Bahn, macht mobil - und hat jetzt u.a. Call-a-Bike übernommen.
"Wir wollen die Reisekette auch vor und hinter dem Zug schließen", sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Und setzt dabei neben einem Mietwagen-System auch auf Mietfahrräder. Call-a-Bike in München gilt zunächst als Modellprojekt, soll aber "mit Hilfe von Franchisenehmern stufenweise bis Ende 2004 in allen Städten ab 50.000 Einwohnern und in touristischen Zentren ausgebaut werden".
Besonderer Clou: Bahn-Card-Besitzer erhalten beim Mieten eines Call-a-Bikes attraktive Preisreduzierungen. Der "Normalpreis" eines Mietrads wird sich übrigens gegenüber den Call-a-Bike-Preisen des letzten Jahres auf einmalige 3,60 DM plus sechs Pfenning pro Minute verdoppeln. Und Call-a-Bike-Gründer Christian Hogl bleibt seinem Mobilitätskonzept als Leiter des DBRent-Geschäftsbereichs Call-a-Bike erhalten. -jb-

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten