Dorel Group verkauft ihre letzte Produktionsstätte in China

14.12.2021
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Nach dem Verkauf seiner unter dem Namen Dorel Sports laufenden Fahrrad-Sparte (CSG mit Cannondale, GT etc. sowie PCG mit Mongoose, Schwinn etc.) an Pon Holdings (PBG mit Cervélo, Focus, Gazelle, Juliana, Kalkhoff, Santa Cruz, Union etc.) und der Ankündigung, mit umfangreichen Investitionen in Höhe von etwa 10 Millionen USD (8,6 Millionen Euro) die drei Produktionsstätten seiner Möbelsparte Dorel Home in Nordamerika stärken und somit die Flexibilität einer marktnahen Produktion erhöhen zu wollen, geht der kanadische Mischkonzern Dorel Industries Inc. noch einen Schritt weiter: gestern (13. Dezember) gab das börsennotierte Unternehmen bekannt, eine endgültige Vereinbarung über den Verkauf seiner zur Baby- und Kleinkinder-Produktsparte Dorel Juvenile gehörenden Produktionsstätte im chinesischen Huangshi an Mitbewerber Ningbo Xihe Children Products Co, Ltd. unterzeichnet zu haben. Der Verkauf, der noch von den Aufsichtsbehörden in der Volksrepublik China genehmigt werden muss, wird voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Monate abgeschlossen sein. Zudem wird er den Kanadiern einen Bruttoerlös von circa 4 Millionen USD (3,55 Millionen Euro) in die Kasse spülen.

Der Verkauf folgt auf die bereits im März 2021 getätigte Veräußerung der Produktionsstätte in Zhongshan. Beide Verkäufe sind laut Unternehmensangeben »Teile der allgemeinen strategischen Ausrichtung von Dorel Juvenile, die die gemeinsame Entwicklung innovativer neuer Produkte mit einer vielfältigen Lieferantenbasis umfasst«. 
Dazu Dorel Group-Präsident und -CEO Martin Schwartz: »Um noch einmal zu wiederholen, was wir Anfang des Jahres gesagt haben: Unsere strategische Ausrichtung für Dorel Juvenile besteht darin, eine breitere Produktpalette schneller auf den Markt zu bringen, die Komplexität zu verringern und den Cashflow zu verbessern. Unsere strategische Ausrichtung soll auch die Volatilität der direkten Herstellungskosten aufgrund von Schwankungen der chinesischen Währung und der Rohstoffpreise verringern. Da wir nun keine eigenen Anlagen in China mehr besitzen, können wir uns besser auf gemeinsame Entwicklungsmöglichkeiten konzentrieren, während wir gleichzeitig die Organisation vereinfachen und Ressourcen freisetzen, um uns auf Produktinnovationen und Markenbildung in unseren verschiedenen Märkten zu konzentrieren.«
Infolge des gestern kommunizierten Verkaufs erwartet Dorel Group im laufenden Geschäftsjahr einen nicht zahlungswirksamen Verlust in Höhe von etwa 13,5 Millionen USS (11,99 Millionen Euro).

Text: Jo Beckendorff/Dorel Group

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