GPS-Tracker zeigt Standort: E-Bike-Diebesbande nach 1.000 Kilometern gestoppt

13.07.2021
Die Route der gestohlenen Fahrräder.

Nach dem Diebstahl von zwei E-Bikes am italienischen Gardasee konnte eine Diebesbande von der ungarischen Grenzpolizei gestoppt werden. In einem der insgesamt 20 gestohlenen Räder befand sich ein Powunity Bike Trax GPS-Tracker, der den Standort des gestohlenen Bikes minutengenau aufzeichnet.

Noch heute kann Alexander Hubing den Weg seines E-Bikes durch mehrere Länder in dem Routentagebuch seiner GPS-Tracker-App einsehen. Acht Stunden hat es gedauert, bis die Täter gefasst waren.
Den Verlust seines Zweirads bemerkt hatte der Urlauber nach dem Einschalten seines Smartphones morgens um 9 Uhr durch eine Push-Mitteilung: Dein E-Bike wurde gestohlen. Ein Alarm ertönt. Alexander Hubing, der mit seiner Freundin in einem Camper übernachtete, ist Kunde der Innsbrucker Firma Powunity und verwendet den Powunity Bike Trax GPS-Tracker als Diebstahlschutz für sein E-Bike. Die dazugehörige App zeigte ihm live, wie sich sein Rad – und auch das seiner Freundin - quer durch Slowenien bewegen. Durchschnittsgeschwindigkeit 124 Stundenkilometer.
In der Nacht hatte die Diebesbande den Maschendrahtzaun und das Gitter des Campingplatzes überwunden und die mechanische Sicherung der Bikes gebrochen. Um 4:50 Uhr marschierten sie mit einem Wert von knapp 10.000 Euro davon. Nur ein Bruchteil ihrer Gesamtbeute, die in einem Van deponiert wurde. Der weiße Sprinter mit rumänischen Kennzeichen ist auf einer Überwachungskamera zu sehen. Dem Campingplatzbesitzer waren die dazugehörigen Personen schon am Tag vorher auf dem Campingplatz aufgefallen.
Um 12:30 Uhr – kurz vor Budapest – fahren die Diebe nach Südosten Richtung Rumänien. Mittlerweile sind Polizeistationen in vier Ländern alarmiert. Alexander Hubing übermittelt der Budapester Polizeiwache den genauen Standort und schickt Screenshots. Der Van fährt auf der A7 Richtung Rumänien. In der App ist zu sehen, dass die Diebe den großen Grenzübertritt umfahren und wohl planen, die unscheinbare Grenze Vama Nadlac von Ungarn nach Rumänien zu passieren.
Die Bande wird nach 1.066 Kilometern und 8,5 Stunden von der ungarischen Grenzpolizei gestoppt. »Sie hatten an alles gedacht. Aber damit, dass jemand am Gardasee sitzt und ihren Standort auf den Meter genau sehen kann, hatten sie wahrscheinlich nicht gerechnet«, freut sich der E-Biker über den Fahndungserfolg.
Fotos: Screenshots der Diebstahl-Route/Powunity


 

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