Munich Composites: Karbon-Knowhow und Made in Germany

19.05.2022
Zeigte auf der JEC World in Paris, welche Bauteile mit ihrer patentierten Karbon-Flechttechnologie produzieren werden können: Munich Composites.

Das 2011 von drei Mitarbeitern der TU München gegründete Start-up Munich Composites GmbH hat seine federleichten Karbon-Produkte und sein Karbon-Know-how an einem eigenen Stand in der Halle 6 auf der führenden Verbundstoff-Messe JEC World 2022 («The Leading International Composites Show«, 3. – 5. Mai) in Paris präsentiert.

Die JEC World versammelt eigenen Angaben zufolge »die gesamte Wertschöpfungskette der Verbundwerkstoff-Industrie und ist ‚the place to be‘ für Composites-Profis aus aller Welt«.
In Paris trifft man nicht nur große globale Unternehmen. Das Salz in der Suppe sind innovative Start-ups wie Munich Composites, die neuen Schwung und Ideen in den Bereich Verbundwerkstoffe und fortschrittliche Materialien bringen.
Patentierter Karbon-Flechtprozess
Flechten statt legen - das bayrische Start-up fertigt verschiedene Bauteile mit Hilfe der Flechttechnologie in Serie. Die von Robotern automatisierten und mit innen gelegenen Karbon-Flechtspulen sowie außen gelegenen Null-Grad-Fadenspulen versehenen vier Flechtmaschinen flechten in fünf Minuten, was in Handarbeit in etwa eine Stunde dauern würde. Somit bietet das Unternehmen neben einem etablierten Fertigungsverfahren auch den oben beschriebenen selbst entwickelten patentierten »BRAIDform«-Flechtprozess. Mit diesem Verfahren können Bauteile »mit konstanter Qualität bei großen Stückzahlen kostengünstiger als mit traditionellen Karbonherstellungs-Verfahren produziert werden«. Dabei lebt das Jungunternehmen schon den Traum einer marktnahen automatisierten Karbon-Serienproduktion.
Circa ein Drittel des Jahres-Gesamtumsatzes entfällt auf Bike
Zur Kundschaft gehören Unternehmen aus der Sport-/Lifestyle-, Fahrrad-, Automotive-, Luftfahrt- und Gesundheits-Branche. Was den Fahrradbereich betrifft, fertigt Munich Composites als OEM-Anbieter »Made in Germany« Karbon-Rahmen, -Laufräder, -Felgen sowie Teile wie -Lenker, -Sattelstützen, -Sättel etc. Laut den im Juli 2020 zum neuen Munich Composites-Geschäftsführer bestellten Dipl.-Ing. Christian Lichtenberg entfällt mittlerweile in etwa ein Drittel des jährlichen Gesamtumsatzes auf das Thema Bike.
Um noch automatisierter und kosteneffizienter CFK-Bauteile produzieren zu können, hat Munich Composites in den vergangenen Jahren seine Prozesse weiterentwickelt. Somit verlassen bereits jeden Monat »hunderte Bauteile verschiedener Serien unser Unternehmen«.
Durch den hohen Automatisierungsgrad und ihrem Qualitätsmanagement können die Putzbrunner eigenen Angaben zufolge »höchste Performance bei jedem einzelnen Bauteil garantieren«.
Mehr über den Produzenten Munich Composites, der in Paris gemeinsam mit seinem Partner Advanced International Multitech Co. Ltd. aus Taiwan ausstellte und dabei beispielhaft an aktuellen Serienbauteilen und laufenden Entwicklungsprojekten seine einzigartigen Möglichkeiten präsentierte, die er seinen Kunden als Auftragsfertigungs-Betrieb von Karbon-Bauteilen bieten kann, in einer der kommenden RadMarkt-Ausgabem.

Text: Jo Beckendorff, Fotos: Munich Composites

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