Niederlande: heimischer Investor steigt bei Optima Cycles ein

30.07.2021
Optima Cycles.

Mit Investor und Landsmann Bolster Investment Partners an Bord will Optima Cycles B.V. seinen Wachstumskurs beschleunigen. Über den gezahlten Preis für den 50 Prozent Anteil an dem niederländischen E-Bike- und E-Cargobike-Produzenten wurden keine Angaben herausgegeben. Die Transaktion steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

»Seit mehr als 25 Jahren produzieren wir Fahrräder von hervorragender Qualität und mit modernem Design. Dies gelingt uns, indem wir das Nutzererlebnis bis ins Detail entwickeln und den gesamten Prozess vom Design bis zur Produktion kontrollieren. Dies verschafft uns eine einzigartige Position in der Fahrradindustrie. Wir freuen uns, mit Bolster einen Partner gefunden zu haben, der über das Wissen und die Fähigkeiten verfügt, unsere internationalen Ambitionen weiter zu stärken«, erklärte Michael van der Meijden bei Vertragsunterzeichnung. Laut dem Optima Cycles-Gründer und -Inhaber sind die Wachstumsambitionen seines Unternehmens enorm. Daher sei es logisch gewesen, einen potenten Partner zu suchen, mit dessen Hilfe man diese Ambitionen erfüllen kann: »Mit Bolster, einem langfristigen Investor, glauben wir, diesen Partner gefunden zu haben. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Partnerschaft.«
Optima-Produktion für Eigenmarken und Dritte
Bis dato hat sich Optima Cycles nicht nur mit seinen drei eigenen Marken Dutch ID, Lovens und First Bike auf dem heimischen Markt sowie im benachbarten Belgien und Deutschland einen Namen gemacht, sondern auch als Produzent für Dritte – unter anderem zum Beispiel für die zur Pon Bike Group (PBG) gehörende Cargobike-Marke Urban Arrow. Zudem produziert Optima derzeit laut Angaben auf der Bolster-Seite »mehr als die Hälfte der auf dem niederländischen Markt verkauften E-Lastenfahrräder«.
Die Zentrale inklusive Design und Montagewerk von Optima Cycles sind in Beverwijk (35 Kilometer nordwestlich von Amsterdam) zu Hause. Mit der Produktion von Rahmen und die Beschaffung von Teilen in der Optima-Produktionsstätte in Taichung/Taiwan spielen die Niederländer eine Karte, die nicht jeder hat: alle Aktivitäten der Wertschöpfungskette vom Entwurf bis zur Produktion und Montage finden im eigenen Haus statt.
Aus Schwesterunternehmen MM Bicycles wird Optima Cycle Asia
Apropos Taiwan: Mit der Übernahme eines 50 Prozent-Anteils an Optima Cycles seitens Bolster Investment Partners wird auch das dortige Schwesterunternehmen MM Bicycles übernommen und unter dem neuen Namen Optima Cycles Asia in die Gruppe integriert. Mit dem neuen Investor als Aktionär will sich der E-Bike und E-Cargobike-Anbieter verstärkt auf das Wachstum der eigenen Marken und die internationale Expansion konzentrieren.
Der Zusammenschluss von Optima Cycles und Optima Cycles Asia beschäftigt 120 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von 47 Millionen Euro. Mehr Info zum Unternehmen über www.optima-cycles.nl.

Text: Jo Beckendorff/Optima Cycles/Bolster Investment Partners, Fotos: Optima Cycles

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